Was versteht man unter Gerontopsychiatrie?
In vielen Kliniken sind speziell ausgewiesene Abteilungen für Gerontopsychiatrie ausgewiesen.
Gerontopsychiatrie wird allgemein als Psychiatrie für Menschen im höheren
Lebensalter verstanden, wobei das Lebensalter (60 Jahre) nur eine ungefähre
Richtmarke ist.
Dabei geht es
- zum einen um Menschen, die bereits in jüngeren Jahren psychisch erkrankt sind und deren Behandlung unter Berücksichtigung altersbedingter Besonderheiten fortgesetzt werden muss, und
- zum anderen um Menschen im höheren Lebensalter, deren psychische Erkrankung aus dem Alterungsprozess resultiert.
In vielen Fällen sind es auch Menschen, die wahrscheinlich nicht mehr ins Berufsleben zurückkehren werden und deren soziale Kontaktmöglichkeiten immer mehr Einschränkungen aufweisen.
Die meisten Kliniken weisen speziell ausgewiesene Abteilungen für Gerontopsychiatrie aus.
Gerontopsychiatrie verfügt über differenzierte stationäre, teilstationäre und ambulante Behandlungsanbote und bietet darüber hinaus differenzierte Beratung für Angehörige, Betreuende und Heime an.
Im Arbeitskreis Gerontopsychiatrie, der sich aus leitenden ärztlichen und auch psychologischen Kolleginnen und Kollegen aus Pflichtversorgungskliniken zusammensetzt, werden neue Entwicklungen und Konzepte aus Diagnostik, Psychotherapie, Pharmakotherapie, Versorgung und Milieutherapie vorgestellt und diskutiert.
Informationen über aktuelle gesundheitspolitische Entwicklungen, die die Gerontopsychiatrie betreffen, werden ausgetauscht. Stellungnahmen werden erarbeitet.
Der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie der BDK trifft sich zweimal im Jahr an wechselnden Klinikstandorten.
Ein enger Kontakt besteht zur DGGPP (Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie) bzw. zur DAGPP und auch zur DGPPN.
Aktualisiert (Mittwoch, den 21. März 2012 um 11:34 Uhr)


