Home Arbeitskreise Migration Bundesweiter Arbeitskreis Migration und öffentliche Gesundheit

Bundesweiter Arbeitskreis Migration und öffentliche Gesundheit

Kompetente Versorgung von Migrantinnen und Migranten im Krankenhaus benötigt eine(n) Migrations-/Migranten/- oder Integrationsbeauftragte(n)

I. Einleitung

In Deutschland leben derzeit mehr als 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die etwa 19% der Wohnbevölkerung der Bundesrepublik repräsentieren. Häufig wird diese Gruppe durch das Gesundheitswesen unseres Landes nicht ausreichend und angemessen versorgt.
Informationsbedingte, kulturelle und kommunikative Barrieren führen zu den seit langem bekannten Problemen von Unter-, Über- und Fehlversorgung von Migrantinnen und Migranten mit dadurch erhöhten Kosten für die stationäre Therapie und Pflege.
Stationäre Versorgung, welche die besonderen Bedürfnisse der Migrantinnen und Migranten berücksichtigen will, benötigt strukturelle Rahmenbedingungen.

 

Der bundesweite Arbeitskreis Migration und öffentliche Gesundheit empfiehlt deshalb den für die stationäre Versorgung Verantwortlichen, in ihrer Institution das Amt einer(s) Migrations-/Migranten/Integrationsbeauftragten zu schaffen, um dadurch wirksame und nachhaltige Verbesserungen in der Versorgung von Migrantinnen und Migranten einzuleiten und kontinuierlich fortzuführen. Eine erfolgreiche Arbeit in der migrantenorientierten Versorgung hängt wesentlich davon ab, dass Migrations- /Migranten-/Integrationsbeauftragte die dafür erforderliche innerbetriebliche Kompetenz erhalten.

Download: icon 2009-07-bundesweiter-ak-migration-oeffentliche-gesundheit.pdf (54.27 KB)

Aktualisiert (Montag, den 07. März 2011 um 14:08 Uhr)

 
Ansprechpartner (Mig)
Dr. med. Eckhardt Koch, Marburg
Dr. med. Eckhardt Koch
Ärztl. Leiter
Psychiatrisches Krankenhaus Marburg

Fachkrankenhaus f. Psychiatrie
Cappeler Str. 98
35039 Marburg